TRANSPORTSYSTEM iN DEN PHiLiPPiNEN

Gerade habe ich eine 4stündige Busfahrt von Moalboal nach Cebu City hinter mir. Das sind nur 85km, aber es ist so viel Verkehr und die Straßen sind schlecht, überall sind Baustellen und der Bus stoppt an jeder Ecke um mehr und mehr Leute aufzunehmen. Es war so voll, dass ich wirklich Glück hatte einen Platz zu ergattern. Oder so ähnlich. Mein Rücken und mein Hintern tun weh, weil ich die ganze Zeit auf der Erhöhung zwischen 2 Sitzen gesessen habe. Mein Platz war in der letzten Reihe (where the cool kids are 😉), wo es 5 offizielle Sitzplätze gibt, auf denen 7 Leute saßen. Ich werde mich aber sicher nicht beschweren, denn so viele Leute mussten stehen und das ist nicht wirklich komfortabel bei dem Fahrstil des Busfahrers.

Vielleicht hätte ich einen anderen Tag für den Trip zurück nach Cebu City wählen sollen. Es ist der 2. Januar und alle Leute fahren wieder zurück um zu arbeiten, nachdem sie ihre Familien über Weihnachten und Silvester besucht haben. Manche sind sogar nur für 1 oder 2 Tage Besuch mehrere Stunden unterwegs gewesen.

Busfahrt

Reisen kostet sehr viel Zeit aber wenig Geld hier auf den Philippinen. Es gibt immer viele Möglichkeiten. Die billigste Option ist der öffentliche Bus (120php). Aber es gibt auch geteilte Vans oder Taxis. Taxis oder private Autos kosten allerdings ca. 20 mal mehr als der Bus. Vielleicht ist das ein bisschen schneller und man hat wahrscheinlich mehr Platz, aber die Fahrt ist nicht zwingend komfortabler. Die Straßen sind ja trotzdem schlecht und die Fahrer fahren viel zu schnell.

Von Puerto Princesa nach El Nido bin ich mit einem geteilten Van gefahren (400php). Wir hatten mehr als genug Platz, aber ich konnte trotzdem während der ganzen 6 Stunden nicht schlafen. Sobald ich versucht habe meinen Kopf gegen das Fenster oder die Rückenlehne zu legen wurde er unsanft hin und her geworfen und dagegen geschlagen. Meine Füße hochzulegen war auch nicht möglich, weil es mich so stark hin und her geschleudert hat, dass ich immer fast vom Sitz gefallen wäre. Da war es im vollen Bus, eingeklemmt zwischen meinen Sitznachbarn fast bequemer 😉.

Wenn man Zeit sparen will und etwas Geld übrig hat, kann man zu manchen Zielen auch einfach fliegen. Aber es gibt nur wenige Orte, die per Flugzeug verbunden sind. Oft kann man nur die größeren Distanzen zwischen den Inseln per Flug überbrücken, ansonsten muss man die Fähre nehmen. Flüge sind oft verspätet, Fähren sind meist pünktlich. In meiner Erfahrung zumindest. Allerdings kann es sein, dass sie kurzfristig ausfallen. Wegen dem Wetter, technischen Problemen oder Weihnachtsfeiern. Kein Mist. Das ist mir passiert. Die einzige Fähre von Cebu Island nach Siquijor Island um 10 Uhr früh am 20. Dezember fiel einfach aus, weil die Angestellten eine Weihnachtsfeier hatten. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass man die meisten Fährtickets nicht am Tag vorher kaufen kann. Aber es gibt immer eine Alternative: ich musste eine Fähre nach Dumaguete nehmen und von dort aus eine andere nach Siquijor. In Dumaguete war die Schlange am Ticketschalter so lang, dass ich es nur mit Hilfe eines einheimischen Engels auf die Fähre geschafft habe.

Island hopping

Für kürzere Distanzen zu Wasser und „Island hopping“ kann man entweder offizielle Touren, die für Touristen angeboten werden, nutzen oder einfach einen Fischer anheuern, der einen für ein paar Pesos gerne zum gewünschten Ort bringt.

In den Dörfern und Städten gibt es Jeepneys, Tricycles oder Motorräder. Leider habe ich das System der Jeepneys in Cebu City nie wirklich verstanden. Sie funktionieren wie ein öffentlicher Hop on/off Bus, aber keiner konnte mir die verschiedenen Routen erklären, deshalb habe ich sie nie genutzt. Meistens habe ich Tricycles oder Motorräder genommen um von A nach B zu kommen.

Tricycle

Wenn ich etwas länger an einem Ort bin und die Gegend unabhängig erkunden will, miete ich einen Roller (die Preise gehen von 250php bis 500php, abhängig davon, wie touristisch die Gegend sind). Helme werden wahrscheinlich überbewertet. Aber das wichtigste ist, dass die Hupe funktioniert! So überlebt man den wahnsinnigen Verkehr hier. Straßenhund? Hupen! Fußgänger kreuzen? Hupen! Du willst überholen? Hupen!

Mein „Taxifahrer“ mit meiner Tasche

Am Ende kommt man immer wohin man will. Manchmal ist die Suche nach dem besten oder billigsten Weg jedoch etwas kompliziert, da online nicht wirklich viele Infos angeboten oder nicht upgedatet werden. Man kann nicht wirklich planen und es gibt keinen schnellen Weg. Der beste Rat ist nicht zu viele verschiedene Orte besuchen zu wollen, wenn man nur eine begrenzte Zeitspanne zur Verfügung hat. Nimm dir lieber die Zeit und genieße es. Es geht darum das Land und die Reise zu genießen, statt so viele Dinge und Orte wie möglich zu sehen. Der Weg ist das Ziel!

Ein Gedanke zu “TRANSPORTSYSTEM iN DEN PHiLiPPiNEN

  1. Volk Christine Februar 7, 2019 / 4:42 pm

    Hallo Sylvi schön daß Du dich immer wieder meldest und uns an Deinen Erlebnissen teilhaben läßt. Mit Spannung verfolge ich Deine interessanten Berichte und beneide Dich insgeheim ein klein wenig😃was Du so alles in fernen Ländern erlebst.Ich schicke Dir ganz liebe Grüße aus dem kalten winterlichen München. Wünsch Dir noch viele tolle Erlebnisse bis Du wieder zurück kommst😘l.g Christine

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.